Sportlerspezials/Mentaltraining

1. Mentaltraining im Sport

Fehlende Konzentration auf das Spiel und serienweise Niederlagen im Sport? Wenn Sie den Eindruck haben, im Kopf Spiele zu verlieren und auf der Stelle treten, kann es sinnvoll sein, über Stress in der Situation des Wettkampfs eingehender nachzudenken und mit Hilfe eines Mentaltrainings hier sowohl als Einzelsportler wie auch als Mannschaft gestärkter heraus zu gehen. Wenn Sie Fragen dazu haben schreiben Sie einfach eine Email mit Ihren Wünschen an Mentaltraining@IhrSportarzt.de.

2. Hohlrunder Rücken beim Laufsportler

Aufgrund der starken Trainingsbeanspruchung und der oftmals stark ausgeprägten Oberschenkelmuskulatur beim Laufsportler kommt es typischerweise bei vernachlässigtem Oberkörpertraining und vernachlässigter Dehnung zur Ausbildung eines sog. hohlrunden Rücken. Wie im Foto zu sehen ist die konkave Kurve im Bereich des unteren Rückens stärker nach vorne ausgeprägt und gleichzeitig die Konvexe Kurve im Bereich des oberen Rückens stärker nach hinten ausgeprägt. Die Schultern stehen nach vorne, der Kopf ist ebenfalls häufig nach vorne verschoben. Der Grund für diese Fehlhaltung ist im Bereich des Beckens zu suchen. Die Muskulatur am vorderen Oberschenkel ist stark entwickelt wie z.B. beim Fußballer und verkürzt. So wird das Becken vorne nach unten gezogen. Die Bauchmuskulatur setzt dem in der Regel nichts entgegen, weil sie ja nicht trainiert wird. Oftmals führt unsere sitzende Tätigkeit auf der Arbeit oder am Schreibtisch zu einer Überdehnung der hinteren Oberschenkelmuskulatur mit fehlendem Zug des Beckens nach hinten unten. Auch ist der Lenden-Hüftmuskel (M. iliopsoas) ebenfalls durch die sitzende Tätigkeit verkürzt und verkrampft. Diese Dysbalance ist die Grundlage vieler Probleme im Bereich der Leisten und des Rückens. Es kommt wegen der fehlenden Stabilität oft und einfach zu so genannten Blockierungen und Verschiebungen seitlicher Art, sodass am Ende eine skoliotische Fehlhaltung resultiert. In einer eingehenden Untersuchung beurteilen wir Ihren Rücken und die Biomechanik. Blockierungen werden hierbei gleich gelöst.

Beispiel eines Fußballers mit typischem Hohlrundem Rücken.

Gezielter Muskelaufbau im Bereich des Oberkörpers durch Sit-ups mit angewinkelten Knien sowie Liegestützen und Nackenstreckung führen zu einer Stabilisierung durch Wiederherstellung der verloren gegangenen Stabilität. Detailierte Übungen zeigen wir Ihnen oder empfehlen Ihnen einen geeigneten Physiotherapeuten zur gezielten Behandlung.

3. Propriozeptives Defizit

Die Propriozeption ist der unwillkürliche Anteil unseres Nervensystems, der ständig Informationen aus der Stellung des Bewegungsapparats wahrnimmt und diese an das Rückenmark und ggf. an das Gehirn weiterleitet. Der Begriff ist schwierig zu erklären, auszusprechen und auch zu verstehen - zugegebenermaßen, aber er ist wichtig und deshalb wird ihm hier auch der entsprechende Raum eingeräumt. Auf der Ebene des Rückenmarks finden erste Umschaltprozesse statt und es werden Nervenimpulse zurück an die betroffene Muskelregion geschickt. Ein Beispiel für solch einen propriozeptiven Reflex ist der Kniereflex, wo durch einen Schlag mit einem Reflex-Hammer unter die Kniescheibe, der Oberschenkelmuskel an der Vorderseite angespannt wird und das Knie dementsprechend gestreckt wird. Diese Handlung funktioniert vollkommen unwillkürlich. Ähnliche Reflexhandlungen werden an jedem Teil des Bewegungsapparats ständig ausgeführt. Diese Reflexe stabilisieren z.B. unseren aufrechten Gang und geben Halt beim Einbeinstand usw. Wichtig ist das Training der Propriozeption grundsätzlich, wenn ein Sportler nicht sicher auf einem Bein die Balance halten kann, aber auch bei Verletzungen und Überdehnungen im Bereich des Knies oder Knöchels kann durch ein gezieltes propriozeptives Training ein von der Verletzung her instabiles Gelenk wieder stabil werden. Die Propriozeption lässt dann die Durchführung extremer Sportarten wie Skispringen oder Handball zu, obwohl die Außenbänder am Knöchel oder ein Vorderes Kreuzband gerissen sind. Die Gelenke haben durch die geschulten Reflexe schützende Stabilität. Am einfachsten ist das propriozeptive Training während des Zähneputzens durchzuführen. Das spart Zeit und Geld und Aufwand. Zweimal täglich stellt man sich beim Zähneputzen wechselweise auf ein Bein und zwar auf die Zehenspitzen und geht leicht in die Kniee. Gut geübte können im Verlauf die Augen schließen und den Kopf in den Nacken legen. Dies dient dazu, unser Augenstabilisierungssystem (Mensch ist ein visueller Typ und nimmt 80% der Information über die Augen auf!) und unser Gleichgewichtssytem (Gleichgewichtsorgan liegt in ungewöhnlicher Stellung, wenn der Kopf im Nacken liegt) auszuschalten. Ein Trainingseffekt stellt sich oft nach wenigen Tagen schon ein.

4. Kniearthrose

Allgemeines zur Arthrose:

Die Arthrose insgesamt und besonders des Kniegelenks ist zur Volkskrankheit avanciert. Bei den über 60-Jährigen klagt bereits jeder zweite Bundesbürger über Arthrose. Oft beginnt das Leiden schon im Jungendalter z.B. bei Fußball spielenden Kindern und Jugendlichen. Der Gelenkknorpel verbindet die Knochen beweglich miteinander. Der Knochen selbst ist nur mit einer dünnen, aber sehr schmerzempfindlichen Knochenhaut überzogen. Im Bereich der Gelenke dient der Knorpel als Stoßdämpfer zwischen den Knochen. Er ist fest am Knochen angewachsen. Die Funktionsweise ist abhängig von optimal zueinander stehenden Gelenkkopf und Gelenkpfanne sowie einer genau aufeinander abgestimmten Kraftübertragung besonders bei Dreh- und Scherbewegungen im Knie. Knorpel unterliegt auf- und abbauenden Prozessen. Gelenkverschleiß kommt nur in den seltensten Fällen vor. Dabei handelt es sich um rheumatisch-degenerative Erkrankungen. Weiterhin kann man durch Schonung den Knorpel vor Verschleiß nicht bewahren.

Ursachen der Arthrose:

Ursachen für die Arthrose können angeborene Knorpelfehlfunktionen sein, wie sie oft an der Hüfte vorkommen. Weiterhin machen Gelenkerkrankungen im Wachstumsalter im Verlauf Probleme nach Entzündungen oder Knochenbrüchen bzw. Meniskus- und Bänderschäden. Gicht und Bakterienentzündungen sind unabhängig vom Alter möglich. Überlastungsschäden im Beruf oder beim Sport sind weitere häufige Ursachen für Arthrosen. Genetische Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle. Kleinste Gelenkverletzungen, die nicht vollständig ausgeheilt sind, stellen eine Schwachstelle dar. Besonders bei Sportarten mit starken Dreh- und Scherbewegungen sowie mit deutlichem Körperkontakt ist die Arthrose oft vorprogrammiert. Im Leistungssport werden Verletzungen oft nicht ausreichend auskuriert. Häufig wird der Schmerz mit Schmerzmitteln nur betäubt und es wird mit zu kurzfristiger oder gänzlich ohne Behandlung weiter Sport betrieben. Am tückischsten sind so genannte Mikrotraumen, die der Sportler nicht als Schmerz fühlt, aber mit vielen solcher Mikrotraumen kann es auch zu arthrotischen Veränderungen kommen mit langfristigen Dauerschäden.

Wer rastet der rostet:

Menschen, die sich mehr bewegen, erkranken seltener an Arthrose, da die Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen nur über Bewegung funktioniert. Der Knorpel wird nämlich nicht über Blutgefäße versorgt, sondern mit Hilfe der Gelenkflüssigkeit (Synovia), die von der Gelenkinnenhaut gebildet wird und in den Gelenkspalt abgegeben wird. Sie dient der Gelenkschmierung und versorgt den Knorpel gleichzeitig mit Nährstoffen. Die Güte der Gelenkschmiere lässt aufgrund der schlechteren Durchblutung der kleinen und kleinsten Gefäße beim Rauchen einer Zigarette deutlich nach, weshalb es erfahrungsgemäß bei Rauchern verstärkt zu Knorpelverschleiß kommt. Die reibungslose Wechselwirkung von Be- und Entlastung sorgt dafür, dass die Gelenkflüssigkeit in den Knorpel einmassiert wird.

Typisches Röntgenbild eines Knies mit Arthrose.

Nährstoffversorgung des Knorpels

Kommt es über einen längeren Zeitraum zu Bewegungsmangel und Fehlbelastungen, kann das besonders beim Raucher zu Nährstoffmangel im Knorpel führen. Das Knorpelgewebe wird besonders anfällig für Schäden. Weiterhin gibt es körpereigene Stoffe, so genannte Botenstoffe, die körpereigene Enzyme anregen können, die Eiweiß abbauen und somit für den eigenen Gewebeabbau verantwortlich sind. Diese so genannten Proteasen können durch Proteasehemmer wie Kartoffeln, Sojabohnen, Erbsen, Mais und Reis gehemmt werden. Werden die aufbauenden und abbauenden Prozesse gestört, kann der Knorpel dies zu einem gewissen Grad auffangen. Kann er sich jedoch nicht mehr regenerieren, so beginnen unaufhaltsam die Veränderungen in der Struktur des Knorpelgeflechts. Dies ist der Anfang der Arthrose!

Behandlungsmethoden:

Krankengymnastik:

Krankengymnastik kann bei Bewegungseinschränkungen sinnvoll sein. Tägliche Durchführung von in der Krankengymnastik erlernten Bewegungen ist das A & O der Arthroseprophylaxe und auch der Arthrosebehandlung. Schwimmen, Rudern und Radfahren sind die idealen Sportarten, um dem Gelenk die notwendige Bewegung schonened zukommen zu lassen.

Wir empfehlen unseren Sportlern die Anwendung von Knorpelschutz- und Knorpelaufbaupräparaten.

a) Glucosamin Glucosamin ist einer der Wirkstoffe, der die Knorpelneubildung anregt über die Bildung von Proteoglykanen, die in den Zwischenräumen der Knorpelmasse sitzen und sie vernetzen. Je mehr Glucosamin im Körper vorhanden ist, desto mehr Knorpelmasse wird produziert. Der Stoffwechsel des Knorpels wird weiterhin normalisiert, so dass der Knorpel weniger anfällig ist für Verschleiß. Diese Therapie ist nach Evidenzgrad 1a wirksam. Trotzdem ist diese Behandlung keine Leistung der GKV und kostet ca. 60 Euro für 5-10 Wochen Anwendungsdauer. b) Hyaluronsäure Hyaluronsäure mittels Einspritzung direkt ins Gelenk soll die Fließfähigkeit der Gelenkschmiere verbessern und die Schmerzrezeptoren der Gelenkinnenhaut schützen. Es werden 5 Spritzen im Abstand von jeweils 7 Tagen je Gelenk empfohlen. Diese Therapie ist nach Evidenzgrad 1b wirksam. Auch diese Behandlung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, wir bieten 5 Spritzen für 175 € inklusive Medikament an als Wunschleistung.

Raucherentwöhnung

Die Rauchabstinenz soll zur Verbesserung der Ernährung des Knorpels durch die Gelenkflüssigkeit führen. Zur Nikotinentwöhnung bieten wir die Akupunktur an, mit der Sie in 4 Tagen zum Nichtraucher werden können, wenn Sie es wollen. Neben den aufbauenden Verfahren gibt es Methoden zur Schmerzreduktion neben den üblichen bekannten Schmerzmittel wie Paracetamol, Diclofenac und Ibuprofen. Diese werden im Folgenden besprochen:

Stromtherapie

Bei entzündeten Gelenken (Gelenkarthritis) kann die Entzündung durch eine tägliche Stromtherapie vermindert werden wie wir Sie Ihnen anbieten.

RSO (Radiosynoviorthese)

Diese Methode vermindert die Schmerzentstehung durch freie Kristallkörper im Gelenk, indem die entzündete Gelenkinnenhaut durch eingespritzte radioaktive Elemente zerstörend beeinflusst wird. Anschließend kommt es zu einer Schmerzreduktion.

Röntgentiefenbestrahlung

Hierbei wird das Knie 6x für 1-2 Minuten mit weichen Röntgenstrahlen bestrahlt. Die aufgenommene Strahlendosis ist dabei sehr gering. Die Behandlung dauert 3 Wochen.

 

Bandagenversorgung

Besonders bei nach außen laufender Kniescheibe (lateralisierte Patella) haben sich Bandagen bewährt, die die Kniescheibe beim Kniebeugen nach innen führen und dabei effektiv die Arthrose hinter der Kniescheibe weniger schmerzhaft werden lassen.

Nutzen Sie bei Verletzungen unsere Sportlersprechstunde Mo.-Fr. von 7:30-8:00 Uhr, wo wir sie schnell versorgen und bei Bedarf direkt weiter überweisen für Untersuchungen oder fachärztliche Behandlungen. Bei chronischen Schmerzen im Bereich des Knies vereinbaren Sie einen längeren Termin zur eingehenden Untersuchung auch am Abend oder Samstags.

5. Muskelfaserriss

Der Muskelfaserriss ist ein oft sichtbarer und tastbarer Riss der Muskulatur. Er tritt immer dann auf, wenn ein Muskel zum einen nicht ausreichend erwärmt und zum anderen in dieser Situation unverhältnismäßig mit maximaler Kraftbelastung überdehnt wird . Beim Muskelfaserriss reißen die kleinen Muskelfasern durch, während sie bei der Zerrung nur gedehnt werden. Neben falschen Beginn des Training wie eben beschrieben führen Muskelübermüdung, ungleicher Stoffwechsel sowie fehlende Propriozeption (siehe Punkt 2 auf dieser Seite) zum gehäuften Auftreten von Muskelfaserrissen. Der Muskelfaserriss macht sich durch Druck-, Zug- und Anspannungsschmerz bemerkbar. Bei einer Zerrung ist der Schmerz zunehmend und es kann zu Krämpfen kommen. Das Ausmaß des Muskelfaserrisses und ob es sich evtl. um einen Muskelriss handelt kann durch eine Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Anhand des Untersuchungserbergebnisses kann auch die weiterführende Therapie festgelegt werden. Krankengymnastik, Anlegen von funktionellen Tapingverbänden und Salbenverbände, ggf. homöopathische Therapieformen wie Eigenbluttherapie oder Vital-Infusion.

6. Muskelkrämpfe

Wie das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" berichtet, ergab eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln, dass 48 Prozent der Freizeitsportler zu selten auf Körpersignale wie Seitenstechen, Pulsrasen oder Muskelkrämpfe achten. In unserer sportmedizinischen Untersuchung und dem Fitnesstest können wir Sie eingehend diesbezüglich beraten und ggf. umfangreichere weiterführende Untersuchungen veranlassen, damit Sie möglichst gut versorgt und ohne Risiko Ihrem Sport nachgehen können. Durch eingehende Laboruntersuchungen können wir bei erhöhten Muskelverkrampfungen Mikronährstoffmängel diagnostizieren und entsprechende Zufuhrvorschläge machen über individuell gefertigte Pulvermischungen oder auch durch unsere Infusionen. Wenn die Speicher an Mikronährstoffen erst einmal voll sind, entstehen im normalen Breitensport auch bei längeren Belastungen von bis zu 2 Stunden keine Defizite. Wichtig und empfehlenswert ist für den Sportler nur gerade bei heißem Wetter eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

7. Übertraining

Wenn ein Sportler die Erholung nicht berücksichtigt in seinem Verhalten, dann ist er schnell am Ende. Pausen besonders im Leistungssport sind daher ernorm wichtig, nicht zuletzt auch zur Leistungssteigerung. Ziel sollte es demnach sein, dass der Sportler in seinem jeweiligen Sport die entscheidenden Pausen konsequent einhält und somit zu einer Leistungssteigerung für sich selbst findet. Trainiert er mit den richtigen Abständen jeweils zur Zeit der Überregeneration, kommt es wie oben rechts zu sehen ist zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit, liegen die Intervalle der Belastung zu kurz hintereinander, kommt es zur Verminderung der Leistungsfähigkeit.

Woran merkt man Übertraining:

1. Stärkespeicher aufgebraucht: Konzentrationsschwäche, häufiges Gähnen. 14 Tage Kohlehydratmast sind dann angezeigt. 2. Sympathisches Übertraining; Mangel an Erholung, bes. beim jungen Sportler: Nachtschweiß, Schlafstörung, häufige Verletzungen, besonders Achillessehnenreizung! Therapie ist eine Wettkampfpause von 2-6 Wochen, nur noch Fettverbrennungs-Regenerationstraining. 3. Parasympathisches Übertraining: oft alter Sportler, der noch phlegmatischer wirkt als sonst Je länger man als Sportarzt seine Sportler kennt, desto eher kann man als Außenstehender die Art des Übertrainings beim Sportler einschätzen.

Übertraining ist durch vier Faktoren gekennzeichnet:

Fehlerhafter Trainingsprozess

Der Sportler trainiert sich in Grund und Boden, weil Regenerationszeiten nicht eingehalten werden. Beispiel sind hier übermotivierte Fußballvereine lokaler und regionaler Klassen, die zu Beginn einer neuen Saison nach 6 Wochen Pause (in denen bekanntlich die wenigsten überhaupt etwas machen), möglichst mit 5 Trainingseinheiten und zwei Spielchen im Pokal und um die Freundschaft (pro Woche!) versuchen, schnell aufzuschließen an die Bestform am Ende der letzten Saison. Ergebnis ist nicht selten ein hoher Verletztenanteil in der Mannschaft wegen Übertraining, Übersäuerung und mangelnden Schutzreflexe dadurch. Das Ziel sollte es für den Verantwortlichen Trainer sein, die Spieler behutsam und ohne Verletzungen fit zu machen zum Beginn der Saison. Gerne beraten wir hierzu die Mannschaften in unserer Region durch Trainingsbesuche und Powerpoint-Präsentationen. Sprechen Sie uns an.

Falsche Lebensweise/Ernährungsdefizit/Nikotin/Alkohol/Schlafdefizit

"Ein guter Sportler ist, wer trotz Alkohol, Rauchen und Exzessen in Diskotheken noch seine Leistung bringt..." Diese nicht selten gehörte Meinung ist so lange akzeptabel wie keine Verletzungen passieren. Aber gerade ein ausgelaugter Körper, der weit von seiner optimalen Leistungsfähigkeit aufgrund des Lifestyles des Athleten entfernt ist, enttäuscht nicht nur die Mannschaft oder die Fans wegen schlechter Leistung, er enttäuscht auch den Sportler selbst, der mit sich hadert und sich später über eine "unnötige" Verletzung, die vielleicht nicht passiert wäre, ärgert.

Krankheit

Infekte in den Luftwegen, Magen-Darm-Grippe, Herz-Kreislauferkrankungen führen zu eingeschränkter Belastbarkeit und bei Überlastung zu schnellerem Auftreten der Effekte des Übertrainings. Besonders die als arztscheu bekannten Leistungssportler gehen oft ein großes Risiko ein, wenn sie den frühen Kontakt zum Arzt nicht suchen. Problematisch sind hierbei mit Sicherheit auch die Interessenkonflikte zwischen Verbandsarzt bzw. Bundeswehrarzt und zweiseitigen Betrachtung zum einen der Tauglichkeit und zum anderen der Gesundheit. Der ein oder andere Sportler hat fast schon Angst wegen Krankheiten seinen Kaderstatus zu verlieren, das sollte aber nicht zum Verschleppen von Krankheiten führen.

Psychische Stressbelastungen

Schule, Familie, Partner, Trainer, Verband und Arbeitgeber können auf vielfältige Weise zu Einschränkungen der Leistungsfähigkeit führen, wenn Meinungsverschiedenheiten, Konflikte mit dem Leistungssport u.ä. auftreten. In der Betreuung unserer Leistungssportler legen wir daher viel Wert darauf, auch diesen Bereich zu erfassen und mit in unsere Beratung einzubinden. Wir sehen unsere Sportler auch im Breitensport als Menschen in ihrer jeweiligen Lebenssituation, wobei hier die Betrachtung aller Faktoren wichtig ist. Ein Mentaltraining (siehe1.) kann hier helfen.

8. Labormedizinische Spezialuntersuchungen

Mikronährstoffversorgung

Vitamine bringen Leben in den Körper. Sie beeinflussen sein Aussehen und seine Gesundheit. Sie steuern die Gefühle, die Leistungsfähigkeit und die Kreativität eines Menschen. Vitamine müssen dem Körper allerdings täglich zugeführt werden. Im Idealfall nehmen wir sie mit der Nahrung auf. Voraussetzung dafür ist aber eine möglichst Natur belassene Ernährung mit mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse täglich. So wichtig Vitamine auch sind, ohne Mineralstoffe können sie nicht viel ausrichten. Die tägliche Zufuhr von Mineralien ist lebensnotwendig, da der Körper nicht in der Lage ist, sie selbst herzustellen. Mineralstoffe steuern den Wasserhaushalt, sind für die Reizleitung zwischen Nerven und Muskeln notwendig, regeln den Säure-Basen-Haushalt und liefern das Baumaterial für Zähne und Knochen. Spurenelemente sollte man in der Tat wörtlich nehmen. Denn auf die Dosis kommt es an. Winzige Spuren Chrom zum Beispiel bringen Ihren Zuckerstoffwechsel auf Trab. In großen Mengen dagegen wirkt das Schwermetall als Zellgift. Ähnlich verhält es sich auch mit den anderen Spurenelementen: Molybdän, Mangan, Kupfer… Die größten natürlichen Feinde der Zelle sind die so genannten „Freien Radikale“. Sie greifen Körperzellen an, schädigen das Protein und zerstören deren genetischen Code. Verantwortlich für die Entstehung dieser aggressiven Moleküle sind in erster Linie Belastungen durch Umweltschadstoffe wie Blei, Ozon oder Smog, aber auch Rauchen und ungeschütztes Sonnenbaden. Einziger wirksamer Schutz gegen diese Zellkiller sind die so genannten Antioxidantien. Auch wenn der Körper einige von ihnen selbst herstellen kann, so ist er doch auf die Hilfe von außen angewiesen. Näheres hierzu siehe weiter unten bei oxidativem Stress. Aminosäuren sind beteiligt am Aufbau von Muskeln, Gelenken, Haut und Knochen sowie Enzymen und Hormonen. Unter anderem auch an der Bildung von Testosteron und dem Wachstumshormon HGH. Außerdem sind Aminosäuren verantwortlich für alle biochemischen Vorgänge in unserem Körper. Kurz und gut: Sie steuern neben körperlicher Fitness auch klares Denken, gute Laune und geistige Leistungsfähigkeit. Bei der Zufuhr von Mikronährstoffen beim Sportler sollte die Qualität und Quantität der Ernährung an den individuellen Bedarf des Sportlers angepasst sein. In einem zweiten Schritt sollte zuerst ein Gleichgewicht im Stoffwechsel mit den Mikronährstoffen angestrebt werden und im dritten Schritt über die Zufuhr von nicht lebensnotwendigen Substanzen wie Creatin und Carnitin nachgedacht werden. Wegen des hohen oxidativen Stresses ist die Zufuhr von antioxidativen Substanzen wie Vitamin C und E, Carotinoide, Zink, Selen, Mangan und Molybdän wichtig. Wichtigstes Mineral im Sport ist das Eisen, viele Sportler leiden an einem Eisenmangel, bei den Läuferinnen sind es 50%, bei den Männern 10%. Setzt man alle zeitlichen und finanziellen Investitionen in Betracht, die ein Sportler einsetzt, um Erfolg zu erzielen, so empfiehlt es sich, zur Festlegung des individuellen Nährstoffbedarfs Laboruntersuchungen vorzunehmen. In unserer Praxis führen wir diese Analysen mit unserem Kooperationspartner Ganzimmun durch. Nähere Informationen finden Sie unter http://www.ganzimmun-sports.de Säure-Basen-Haushalt Sauer macht lustig... .. aber leider auch krank. Und zwar immer dann, wenn Ihrem Organismus die nötigen Reserven fehlen, um mit dem heute alltäglichen Überangebot an Säuren fertig zu werden. Welche Anzeichen für einen gestörten Säure-Basen-Haushalt gibt es? Am Anfang haben Sie das vage Gefühl, dass „etwas mit mir nicht in Ordnung ist“.

Hierfür gibt es vielfältige Gründe:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Konzentrationsstörungen
  • Allergien
  • Karies
  • Sodbrennen
  • Nervenschmerzen
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Krämpfe
  • Haarausfall
  • Osteoporose

Bitte nehmen Sie diese Signale ernst - denn der Übergang zwischen dem Gefühl, dass etwas nicht stimmt, und einer Krankheit ist fließend. Die Erfahrung zeigt, dass bei vielen Menschen mit chronischen Beschwerden eine Gewebsübersäuerung (latente Gewebsazidose) vorliegt! Wenn Ihr Körper derartige Signale sendet bzw. Sie diese wahrnehmen, kann dass ein Hinweis darauf sein, dass Ihre körpereigenen Reserven weitgehend aufgebraucht sind.

Was versteht man unter einer latenten Azidose?

Eine latente Azidose oder Gewebsübersäuerung ist eine Störung im Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Lebende Systeme benötigen für einen optimalen Stoffwechsel einen ganz spezifischen pH-Wert, der im Blut des Menschen z.B. schwach alkalisch ist (ca. pH 7,36). Säuren fallen in jedem Organismus an. Denken Sie nur an die Atmung: Jede Zelle produziert saures Kohlendioxid, welches über die Lunge abgeatmet wird. Andere, ebenfalls saure Stoffwechselrückstände werden über die Niere (Urin) oder Haut (Schweiß) entsorgt. Die lebenswichtige Konstanthaltung der Säure-Basen-Verhältnisse erfolgt unter Beteiligung von Puffer- und Regulationssystemen. Im Wesentlichen sind die Elemente Carbonat bzw. Bicarbonat sowie Niere und Lunge für diese Regulation verantwortlich. Auch Zink, Mangan, Magnesium, Calcium und Kalium sorgen für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Diese Substanzen, die aufgrund ihrer biochemischen Eigenschaften in der Lage sind, schädliche Säuren zu neutralisieren oder zu puffern, nennt man Pufferreserven.

Welche Folgen hat eine überwiegend „saure“ Ernährung?

Wenn Sie sich dauerhaft von überwiegend säurehaltiger Kost ernähren, kann es zu einem Mangel an wichtigen Mineralsalzen und Spurenelementen kommen. Ein solcher Mangel schwächt die Puffer- und Regulationssysteme. Dies führt zu Störungen des Säure-Basen-Haushalts, d.h. zu einem Missverhältnis zwischen Bildung und Ausscheidung von Säuren bzw. Basen. Dieses Missverhältnis wiederum führt zu jenen Symptomen, die Ihnen signalisieren, dass „etwas nicht in Ordnung ist“. Ignorieren Sie diese Signale auf Dauer, kann es zu ernsterer Beschwerden kommen.

Hormonstatus

Hormone machen uns glücklich, aufmerksam und motiviert. Oder melancholisch, träge und depressiv. Hormone – sie steuern unsere Gefühle und unsere Leistungsbereitschaft. Im Sport stehen sie allerdings oft im Zusammenhang mit Skandalen. Dopingvorfälle, bei denen Sportler versuchen mit unerlaubten Mitteln ihren Konkurrenten eine Nasenlänge voraus zu sein, kennt man inzwischen aus jeder Sportart. Daran sieht man jedoch auch, wie wichtig die körpereigene Regulation der Hormonausschüttung für eine optimale Leistungsbilanz ist. Ist Ihr Hormonspiegel in Ordnung?

Gezielte Mikronährstoffversorgung

Die aufgrund unserer Analysen hergestellten Mischungen enthalten ausschließlich die ausgewiesenen Elemente in Pulverform, wobei die Oberflächen der einzelnen Pulverpartikel in einem speziellen Verfahren (Mikroverkapselung) mit einem schützenden Überzug aus natürlichen Stoffen wie Maltodextrin, Zellulose und pflanzlichen Fetten versehen wurden. Entsprechend der Analyse können direkt individuelle Mischungen hergestellt werden von unseren Kooperationspartnern.

Laktatbelastungstest

Zur idealen Trainingsplanung wie sie auch Leistungssportler in den Olympiastützpunkten durchführen, bieten wir Ihnen die Leistungsdiagnostik mit EKG- und Blutdruckdiagnostik sowie Bestimmung der individuellen anaeroben Schwelle in Relation zum Puls an. Gleichzeitig können bei dem Test bisher unbekannte Herzrhythmusstörungen entdeckt werden, die beim jungen Sportler nicht selten zu unangenehmen Konsequenzen führen bis hin zum plötzlichen Herztod. Vereinbaren Sie einfach einen Termin hierzu.

Analyse auf Oxidativen Stress

Ohne Sauerstoff ist für Mensch und Tier ein Leben auf der Erde nicht möglich. Doch Sauerstoff bringt auch Gefahren. Seine zerstörerische Kraft wird z.B. deutlich, wenn Eisen und Stahl rosten – chemisch spricht man von "Oxidation". Aber auch in biologischen Systemen sind Oxidationsvorgänge weit verbreitet: Ein aufgeschnittener Apfel, der sich braun verfärbt, oder Butter und Öl, die ranzig werden. All dies geht auf eine Reaktion der Nahrungsmittel mit Sauerstoff zurück. Chemisch besonders reaktionsfreudige Sauerstoffarten stellen die sog. freien Radikale dar. Sie besitzen in ihrer äußeren Hülle ein oder mehrere ungepaarte Elektronen, was sie zu äußerst instabilen, aggressiven Verbindungen werden lässt. Freie Radikale reagieren mit Zellbestandteilen, wie der Zellmembran, dem Zellkern und den Mitochondrien, aber auch mit extrazellulären Strukturen, wie den Blutfetten und dem Bindegewebe, gehen freie Radikale Reaktionen ein. Durch Oxidationsvorgänge werden diese Strukturen so verändert, dass sie in ihrer Funktion oder in ihrem Aufbau geschädigt werden, was im Extremfall sogar zur Zerstörung der Zellen oder der extrazellulären Bestandteile führt. Ein bevorzugter Angriffspunkt der freien Radikale sind die Fette der biologischen Oberflächen (Membranen). Membranfette sind aufgrund ihrer hochungesättigten Struktur besonders oxidationsempfindlich. Ihre Schädigung im Rahmen der sog. „Lipidperoxidation” führt zu Durchlässigkeitsveränderungen und einem erhöhten Einstrom von Calcium in die Zelle. Die erhöhten Calcium-Konzentrationen in der Zelle bewirken eine Aktivierung von Enzymen, die über verschiedene Mechanismen letztlich zu einer fortschreitenden Zerstörung der Zelle führen. Sind hiervon rote Blutkörperchen betroffen, kommt es zur Blutauflösung oder auch Hämolyse. Weitere Angriffspunkte der freien Radikale sind die Nukleinsäuren des Erbmaterials, die durch Vernetzungen, Basenhydroxylierungen und DNA-Brüche verändert werden. Zellproteine, die Enzyme, erfahren eine Spaltung der wichtigen SH-Gruppen, wodurch auch ihre Funktion erheblich beeinträchtigt wird. Auch können Krebserkrankungen auf diese Weise entstehen. Freie Radikale entstehen natürlicherweise im Rahmen der Zellatmung oder bei Prozessen der Immunabwehr. Darüber hinaus stellen Umweltbelastungen (Luft-, Wasser- und Nahrungsschadstoffe), Zigarettenrauch, Alkohol, UV-Strahlen, Medikamente sowie physischer und psychischer Stress zusätzliche Quellen für ein unphysiologisch hohes Radikalenaufkommen dar, das vom Organismus oft langfristig nicht mehr kompensiert werden kann und zum Ausgangspunkt chronischer Erkrankungen wird. Dies gilt vor allem für Zivilisationskrankheiten, wie den Krebs und die koronare Herzkrankheit. Man geht heute davon aus, dass freie Radikale an über 90% aller Mutationen, die zum Krebs führen, beteiligt sind. Für die Entstehung von koronarer Herzkrankheit oder Myokardinfarkt spielen oxidative Veränderungen der Blutfette, darunter vor allem des LDL-Cholesterins, eine zentrale Rolle. Oxidativ modifiziertes LDL besitzt atherogene und thrombogene Eigenschaften, die für die Entstehung arteriosklerotischer Gefäßwandläsionen und Arterienverschlüssen von maßgeblicher Bedeutung sind. Doch auch chronisch-degenerative Erkrankungen des Zentralnervensystems werden heute mit freien Radikalen in Verbindung gebracht. So konnte z.B. bei Morbus Alzheimer oder Morbus Parkinson eine Reduzierung der Glutathion-Konzentration in der Substantia nigra des Gehirns festgestellt werden. Beim insulinpflichtigen Diabetes mellitus werden freie Radikale sowohl für die autoimmunbedingte Zerstörung der Beta-Zellen als auch für die zahlreichen diabetischen Spätschäden mit verantwortlich gemacht.