Hyposensibilisierung

Durch die Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie, Allergieimpfung) soll die überschießende Reaktion des Immunsystems auf ein Allergen (allergie auslösenden Stoff) reduziert werden. Diese treten in Form von Heuschnupfen, Hausstaubmilben-, Tierhaarallergien oder auch allergisches Asthma bronchiale auf. Früher wurde auch von einer Desensibilisierung gesprochen, was aber nicht logisch ist, da der Körper weiterhin auf das Allergen auch während und nach der Therapie reagiert. Durch die Therapie soll es zu einer Verringerung der Beschwerden kommen, ggf. sollten die Beschwerden komplett verschwinden nach 3-5 Jahren der Anwendung.

Im Rahmen eines Hauttests (PRICKtest) wird die sog. IgE-Reaktion (Typ 1 Reaktion) des Körpers gemessen. 20 gängige Allergene werden dabei aufgetragen. Eine Positivprobe gilt als Vergleich, um fetszulegen anhand der Reaktion auf der Haut, ob der Körper allergisch auf das Allergen reagiert oder nicht.

Untersucht wird auf Erle, Hasel, Weissbuche, Milben, Schimmelpilz, Tierhaare, Roggen, Birke usw.

Danach können verschiedene Schemata der Impfung gewählt werden.

Beim Kurzzeitschema werden 7 Spritzen im wöchentlichen Abstand vor der Saison verimpft unter die Haut. Neben dem Kurzzeitschema gibt es das Ganzjahresschema, das über 4 Wochen aufdosiert wird ebensfalls im wöchentlichen Turnus und dann alle 6-8 Wochen weiter verimpft wird.

Beide Therapien machen es erforderlich, dass Sie nach der Impfung 30 Minuten in der Praxis bleiben, sollte es zu überschiessenden Reaktionen kommen, können diese umgehend behandelt werden.